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Eröffnung: |
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Wo Licht ist, da ist auch Schatten“, wusste bereits Johann Wolfgang von Goethe in seinem Drama „Götz von Berlichingen“ (1773). Ohne Licht können keine Schatten existieren. Ohne Schatten ist es für das menschliche Auge nur bedingt möglich, Raum und Tiefe zu erfahren. Erst wenn Licht auf Gegenstände fällt, werden diese für uns wahrnehmbar, als Form erkennbar. Licht und Schatten sind elementare Gestaltungsmittel der Arbeiten des britischen Künstlers Tom Mosley (1927 - 2009). Er erreicht mit seinen reduzierten Schattenarbeiten den Eindruck eines immateriellen Raumes, der sich wie von selbst beim Betrachter aus Licht und Schatten ergibt. Mosley erschafft Schattengerüste, bei denen Bilder allein durch die Wirkung des Lichtes und durch die Dunkelheit im Schatten entstehen. Das Bildmotiv entwickelt sich erst durch den Lichteinfall, wobei durch den Wechsel des Lichteinfalls durch veränderte Schattenmodulationen neue Bildformen zu entstehen scheinen. Die installative wandfüllende Arbeit #947 von Andreas Kocks (1960 in Oberhausen geb.) entwickelt sich ganz aus der Linie. Neutrales Papier verwandelt er durch minimalen Eingriff in ein filigranes und dynamisches Relief. Um den Eindruck von Tiefe und Bewegung zu erzielen, genügen ihm oft Wölbungen oder Abhebungen von wenigen Millimetern. Durch das Spiel von Licht und Schatten wirken die übereinander montierten Papierschichten plastisch, expressiv und nahezu beweglich. Licht und Dunkel spielen ebenso eine zentrale Rolle in den Fotografien und Videoarbeiten der amerikanischen Künstlerin Nan Hoover (1931 - 2008). Licht, das auf menschliche Körper oder Gegenstände fällt und diese zum Strahlen bringt, Schatten, der die Lichtgestalten und -objekte verschleiert und undurchschaubar macht. Die Körper erscheinen in einem Schwebezustand, man kann nicht einordnen, wo oben, wo unten ist. Man sucht vergeblich nach Anhaltspunkten. Dadurch irritieren die Fotos und Videos unsere Sehgewohnheiten und scheinen aus einer Welt zwischen Realität und Imagination zu kommen. Hoover möchte mit ihren Arbeiten irritieren und die Betrachter zum Nachdenken und Fühlen anregen. In der thematischen Ausstellung sind weitere Künstler vertreten, die sich in ihren Arbeiten intensiv mit Licht und Schatten auseinandersetzen: Joachim Bandau (*1936), Christoph Dahlhausen (*1960), Ad Dekkers (1938-1974), Leo Erb (*1923), Josef Neuhaus (*1923-1999), Jens Trimpin (*1946) und Jan Maarten Voskuil (*1964). | |||||
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