Martin Noel, Jan Schmidt

Ronnie Hughes

 

Eröffnung:
22.10.2009, 19-21 Uhr

Einladung zur Vernissage

Arbeiten Ronnie Hughes
Arbeiten Susanna Niederer

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In dieser Ausstellung wird Sebastian Fath Contemporary erstmals Zeichnungen des irischen Künstlers Ronnie Hughes (1965 in Belfast geb.) präsentieren. Zum einen wird die Serie seiner zwischen 2006 und 2008 entstandenen „New England Drawings“ gezeigt, zum anderen seine größeren „Drawings“ der letzten zwei Jahre, für die er nahezu quadratische Formate wählte. In seinen filigran gearbeiteten Zeichnungen bedient sich der Künstler einer geometrischen Formensprache. Dabei ist sein primäres Gestaltungsmittel die Linie, aus der rasterartige Gefüge entstehen, die beispielsweise an molekularbiologische Modelle, Darstellungen chemischer Verbindungen oder an astronomische Strukturen erinnern. Synaptische Verästelungen formieren sich zu reduzierten Bäumen, organisch geschwungene Linien rufen die Assoziation an algenartige Pflanzen hervor, und farbenfrohe Punkte verteilen sich auf der Bildfläche wie Himmelskörper im Planetensystem. Hughes studierte bis 1989 Kunst an der University of Ulster. Seitdem hatte er viele Einzelausstellungen in Irland und nahm an Gruppenausstellungen weltweit teil. Im Jahr 2006 verbrachte er zwei Monate in der Josef & Annie Albers‘ Foundation in Connecticut  (Neuengland) und besuchte anschließend das Vermont Studio Center (VSC). Dieser für ihn bedeutende Aufenthalt führte zu einer Neuorientierung in seinem Schaffen, insbesondere was die kleinen „New England Drawings“ betrifft, die in ihren Titeln auf jene Zeit und Gegend verweisen.
Ronnie Hughes lebt und arbeitet in Sligo, Irland.

Susanna Niederer (1959 in Basel geb.) beschäftigt sich mit der Form der Ellipse, die sich wie ein roter Faden durch ihre Arbeiten zieht. Sie erforscht verborgene Gemeinsamkeiten von Sprache, Musik und Bildender Kunst und versucht diese auf visuelle Weise in einer Synthese zu vereinen. Allen drei „Systemen“ gemeinsam ist der Zwischenraum, die Leere und die Stille. In der Ellipse sieht die Künstlerin ein anschauliches bildnerisches Zeichen, diese darzustellen. Das Wort Ellipse kommt aus dem griechischen elleipsis, was soviel heißt wie Mangel oder Auslassung. Sie ist also zugleich sichtbar – eine wahrnehmbare geometrische Form – und Stille. In ihrem Werk setzt Susanna Niederer die Form der Ellipse immer wieder auf unterschiedliche Weise um. Was das Zusammenspiel von Materialien, Farben, Dimensionen und Proportionen betrifft, arbeitet sie sehr präzise. In dieser Ausstellung setzt sich Susanna Niederer mit Reihungen und Formationen von Ellipsen auseinander, die nicht nur an Bäume und Blätter erinnern, sondern auch Titel derselben tragen: Bäume, Garten, Wäldchen, Ästchen. Bei den Wäldchen z.B. entspricht die Bodenellipse in Größe und Form genau der Ellipsenform der Bäume, die auf ihr stehen. Auch die Arbeiten „Seda-i“, „Seda-m“ und „Seda-a“, welche die Künstlerin in systematische Reihungen hängt, sind so berechnet, dass sie ineinander gefügt wieder eine große Ellipse bilden.                           
Susanna Niederer lebt und arbeitet in Zürich, Schweiz.

   
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