Peter Wüthrich

Eröffnung:
18. Oktober 2007, 19 bis 21 Uhr

Einladung zur Vernissage

Arbeiten von Peter Wüthrich

 

Der Schweizer Künstler Peter Wüthrich (geb. 1962) bezieht sich in seinem Werk nahezu ausschließlich auf Bücher, um deren Bedeutung und Objekthaftigkeit seine Installationen und Fotoarbeiten kreisen. Er ist ebenso am Buch als Gegenstand, wie an dessen Inhalt interessiert und bringt die Qualitäten des Mediums in seiner Ganzheit zum Ausdruck.  Frei von der Funktion, Vermittler von Geschichten und Ideen zu sein, bekommen die Bücher ihre eigene Persönlichkeit. Der scheinbar formalistische Gestus, mit dem der Künstler auf Bücher reagiert, schafft eine ausdrucksvolle Spannung zwischen dem Objekt und seinem nicht erfahrbaren Inhalt.
Die Farben der Deckel und der Schnittkanten, die Größe und Dicke der Bücher sowie die graphische Gestaltung der Titel spielen eine große Rolle. So werden die Bücher zu monochromen Buchgemälden und architektonischen Plastiken.
Die seit 1994 parallel zu den Installationen entstehenden Fotografien erweitern die Darstellungsweise. Die Bücher werden auf eine vom Künstler intendierte Weise positioniert und ermöglichen somit neue Assoziationen für den Betrachter. Der künstlerische Reiz entsteht bei den Darstellungen daher durch die Auseinandersetzung mit Alltagsszenen. Eine neue Betrachtungsweise auf das Medium Buch wird durch den ungewohnten Blickwinkel, den der Künstler für seine Fotografien wählt, hervorgerufen.
In einigen Werkgruppen benutzt der Künstler auch nur einzelne Buchelemente: So werden Buchseiten derart miteinander verarbeitet, dass neue Objekte daraus entstehen oder aber es werden neue Objekte mit Buchseiten beklebt. In einer weiteren Werkgruppe beschäftigt sich Wüthrich ausschließlich mit den Lesezeichen bzw. den Buchbändern, von denen er unzählige zusammenknüpft und diese als lichte Vorhänge und Netze in die Räume einbindet.
In der Ausstellung werden Wandarbeiten, Fotografien und Installationen gezeigt.

   
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